Mi, 22. November 2017

Demo-Kampfpause

27.06.2008 12:35

Polizisten „erholen“ sich auf der Straße

Im Streit um die Einfuhr von amerikanischem Rindfleisch nach Südkorea ist es in der Hauptstadt Seoul zu Ausschreitungen gekommen. Seit Tagen liefern sich Bürger Straßenschlachten mit der Polizei. Und weil es unmöglich ist, so viele Demonstranten rund um die Uhr in Schach zu halten, erholen sich die Ordnungshüter gleich vor Ort – hinter Kollegen, die einen Kordon zu den protestierenden Menschen bilden, schlafen sie auf der Straße...

Seit fast einer Woche sind die Polizisten rund um die Uhr im Einsatz, um Demonstranten in Zaum zu halten. Direkt hinter ihren Kollegen, die der wütenden Menge gegenüberstehen, versuchen erschöpfte Ordnungshüter, sich von den Strapazen ihres Einsatzes zu erholen (Bilder in der Infobox). Der Erholungswert der Pausen scheint in Anbetracht der Bilder aber mehr als fraglich.

Laut Angaben der Polizei wurden bei den Protesten bereits zahlreiche Menschen verletzt. Hintergrund der wütenden Proteste: Die Regierung in Seoul hat im April einen Importstopp, der aus Furcht vor mit BSE infiziertem Fleisch erlassen worden war, aufgehoben. Die USA hatten zuvor angedroht, andernfalls ein Freihandelsabkommen mit Südkorea nicht zu ratifizieren. Seitdem kam es wiederholt zu Massenprotesten. Viele Koreaner befürchten aufgrund von früheren BSE-Fällen in den USA erhöhte Gesundheitsrisiken durch die Einfuhr von amerikanischem Rindfleisch.

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