Mo, 20. November 2017

Zweijahresvertrag

05.07.2008 14:50

Luis Aragones als Fenerbahce-Trainer präsentiert

Weniger als eine Woche nachdem er mit Spanien den Titel bei der Fußball-EURO gefeiert hatte, ist Luis Aragones am Samstag offiziell als neuer Trainer von Fenerbahce Istanbul vorgestellt worden. Der bald 70-Jährige Spanier, der beim türkischen Traditionsclub einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hat, will auch am Bosporus überzeugen.

"Ich bin hier für Fenerbahce und für den Erfolg", meinte Aragones. In der kommenden Woche schlägt "Fener" sein zweiwöchiges Trainingscamp in Kitzbühel auf.

Aragones hatte bereits während der Fußball-Europameisterschaft einen Vorvertrag mit dem türkischen Traditionsverein unterschrieben. Der Club soll dem 69-jährigen Trainer einen Zweijahreskontrakt mit einem jährlichen Gehalt von drei Millionen Euro vorgelegt haben. Laut Medienberichten wollte der spanische Fußballverband RFEF Aragones trotz Unstimmigkeiten in der Vergangenheit Aragones halten und ihm einen Zweijahresvertrag bis zur WM 2010 in Südafrika anbieten. Der "Weise von Hortaleza", wie er wegen seiner enormen Erfahrung und seiner Geburt in dem Madrider Stadtteil genannt wird, hatte aber betont, kein Nationalteam mehr zu trainieren.

Erster Auslandsjob für den "Weisen von Hortaleza"
Aragones hatte am Tag nach dem EURO-Viertelfinalsieg gegen Italien festgehalten: "Ich bedanke mich für die Komplimente. Aber die RFEF weiß, dass dieses Abenteuer für mich nach der EM vorbei ist. Mein Entschluss steht fest. Ich bin wie Milch. Wenn das Verfallsdatum einmal abgelaufen ist, kann man sie nicht mehr trinken." Obwohl Aragones am 28. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, reizt ihn nach vier Jahren "Seleccion" und zahlreichen Stationen bei spanischen Vereinen zum Karriereausklang erstmals ein Auslandsjob.

Als aktiver Spieler war Aragones mit Atletico Madrid dreimal spanischer Meister, zweimal Cupsieger und einmal Torschützenkönig geworden, im Nationalteam hatte er in elf Spielen drei Treffer erzielt. Als Coach hatte der ehemalige Stürmer anschließend die halbe spanische Liga trainiert, mit Atletico waren ihm ein Weltcup-Sieg, ein Meistertitel und vier Cupsiege gelungen.

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