Sa, 18. November 2017

Geschützte Marke

25.06.2008 22:27

„Naked Cowboy“ fordert 100 Mio. $ Entschädigung

Der "Naked Cowboy" gehört zu den größten Touristenattraktionen im Big Apple. Seit rund zehn Jahren greift Robert Burck mitten auf dem berühmten New Yorker Times Square in die Saiten seiner Gitarre und trägt dabei nur einen weißen Cowboy-Hut, eine weiße Unterhose und weiße Stiefel. Vor allem Touristen lassen sich gerne für ein paar Dollars mit dem "Naked Cowboy" ablichten. Schon bald könnte der "nackte Cowboy" rund 100 Millionen Dollar (umgerechnet 65 Millionen Euro) reicher sein.

Das ungewöhnliche Outfit von Großstadt-Cowboy Burck ist inzwischen so bekannt, dass der Süßwaren-Konzern Mars im Rahmen einer Werbekampagne eine M&M's-Schokofigur im "Naked Cowboy"-Stil verwendete. Doch das Unternehmen und die Werbeagentur, die sich die Kampagne ausgedacht hatte, machte die Rechnung ohne den Wirt. Der 37-jährige Burck hatte sich sein Outfit schon längst als Markenzeichen eintragen lassen und reichte deshalb im Februar eine Klage wegen Verletzung der Markenrechte ein.

„Mars und Chute Gerdeman nutzen die berühmte Gestalt des 'Naked Cowboy' ohne Einwilligung und ohne Vergütung aus", heißt es in der Klageschrift seiner Anwälte. 100 Millionen Dollar Entschädigung fordert Burck nun vom Süßwarenhersteller, jetzt konnte der "nackte Cowboy" einen ersten Teilerfolg verbuchen: Am Montag hat ein Richter seine Klage für zulässig erklärt.

„Ich habe zehn Jahre bei jedem Wetter in diesem Outfit auf dem Times Square verbracht und habe die ganzen legalen Schritte unternommen, um mein Outfit als Markenzeichen eintragen zu lassen“, sagt er. „Es ist notwenig, dass ein Exempel statuiert wird“, ist Burck überzeugt.

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