Fr, 24. November 2017

Keine Waffenruhe

24.06.2008 17:42

Granate auf israelisches Gebiet abgeschossen

Trotz der Waffenruhe im Gaza-Streifen ist nach israelischen Armeeangaben eine Mörsergranate auf Israel abgeschossen worden. Die palästinensische Granate sei in der Nacht auf Dienstag auf der israelischen Seite der Sperranlage gelandet, sagte eine Armeesprecherin in Jerusalem. Es habe keine Opfer gegeben. Es handelte sich um den ersten bekanntgewordenen Verstoß gegen die von Ägypten zwischen Israel und der Palästinenser-Organisation Hamas vermittelten Waffenruhe.

Zuvor waren im Westjordanland zwei Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe von Nablus ereignet, verlautete aus palästinensischen Krankenhaus- und Sicherheitskreisen. Bei einem der Getöteten handelte es sich um ein 24-jähriges Mitglied der extremistischen Organisation Islamischer Jihad. Das zweite Opfer sei ein 21-jähriger Student.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert traf am Dienstag zu Beratungen mit Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak im ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh ein. Dabei solle es vor allem um die nächsten Etappen gehen, die der Waffenruhe im Gaza-Streifen folgen sollen.

Möglicher Gefangenenaustausch
Dazu gehöre ein möglicher Gefangenenaustausch zwischen der Hamas und Israel. Seit Juni 2006 ist der israelische Soldat Gilad Shalit in der Gewalt palästinensischer Extremisten. Im Gegenzug für seine Freilassung fordert die Hamas die Übergabe von 450 Gefangenen.

Das Oberste Gericht Israels wies inzwischen eine Klage von Shalits Eltern ab, wie aus Justizkreisen verlautete. Diese hatten die Aufrechterhaltung der Blockade des Gaza-Streifens gefordert, solange die Befreiung ihres Sohnes nicht sicher sei.

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