Di, 21. November 2017

Verschiebung

25.06.2008 21:55

Stichwahl in Simbabwe soll verschoben werden

Die in der Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika (SADC) vereinten Nachbarländer Simbabwes haben am Mittwoch eine Verschiebung der für Freitag angesetzten Stichwahl gefordert. Die gegenwärtige Lage in Simbabwe lasse keine freie und faire Wahl zu, hieß es am Mittwoch nach einer Dringlichkeitssitzung in Swaziland in einer Erklärung. Die Glaubwürdigkeit eines Ergebnisses wäre von Anfang an erschüttert. Ähnliche Empfehlungen hatte auch der UNO-Sicherheitsrat gegeben.

Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, der in dem Konflikt im Namen der 14 Staaten zählenden SADC vermittelt, nahm an den Beratungen in Swazilands Hauptstadt Mbabane nicht teil. Vertreten war lediglich die SADC-"Troika" aus Swaziland, Angola und Tansania, das derzeit den Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) innehat.

Präsident Robert Mugabe, der nach dem Rückzug seines Herausforderers Morgan Tsvangirai der einzige verbliebene Kandidat ist, will jedoch an der Wahl festhalten. Tsvangirai hatte nach wochenlangen Schikanen, Einschüchterungen, Festnahmen und brutalen Übergriffen auf seine Anhänger am Sonntag mitgeteilt, er werde nicht an der Stichwahl teilnehmen. Weder Mugabe noch Tsvangirai hatten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.

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