Mi, 13. Dezember 2017

Trotz Widerstands

25.06.2008 11:19

Planung von Grazer Moschee läuft

Die Grazer Moschee nimmt immer konkretere Gestalt an. Architekturstudenten gehen nun ans Planen. ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl ist für den Bau als Symbol für ein offenes Graz - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Sicher ist, dass die Moschee nichts mit jenem Baustil zu tun haben wird, den man aus islamischen Ländern kennt. Vorbild ist etwa Penzberg in Deutschland (Moschee im Bild).
"Wir wollen ein offenes Haus, zugänglich für jeden, der Informationen über den Islam möchte", sagt die in Graz lebende bosnische Muslima Dzenita Kovacevic, die als Religionswissenschafterin am Projekt beteiligt ist. Für Kovacevic ist klar, dass in der Moschee Deutsch gesprochen wird: "Sie ist für die neue Generation der Muslime, die in Graz geboren wurde und für die Graz die neue Heimat ist." Man suche bei der Planung auch die Zusammenarbeit mit "echten" Grazern.

Planung an der Uni läuft
An der Uni werden jetzt, unter dem Grazer Architekten Georg Mossbrugger, ein Semester lang Pläne gewälzt: "Wir überlegen, wie eine Moschee speziell für Graz aussehen müsste."

Nagl stellt klare Bedingungen
"Geld für den Bau gibt es nicht. Wenn das Projekt für Graz tauglich ist, könnten wird mit dem Grundstück helfen", so Bürgermeister Nagl. Predigten auf Deutsch wären aber Pflicht.

Der Widerstand der Grazer gegen eine Moschee ist enorm. Die Politik, außer FPÖ und BZÖ, macht sich dennoch dafür stark.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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