Sa, 18. November 2017

Drogenbeichte

23.06.2008 13:20

Jamie Lee Curtis war schwer tablettensüchtig

Schauspiel-Star Jamie Lee Curtis hat in einem US-Frauenmagazin ihre einstige schwere Drogen- und Alkoholsucht gebeichtet. Die 49-Jährige war im Alter von 35 drogenabhängig geworden, weil sie bei Dreharbeiten zu einem Film mit dem Jugendwahn Hollywoods in Berührung kam: Ein Kameramann hatte sie auf ihre Tränensäcke aufmerksam gemacht. Nach diesem "dezenten" Hinweis ließ die Tochter von Tony Curtis ihre erste Schönheits-OP über sich ergehen, deren Heilungsverlauf mit der Einnahme von Schmerztabletten einherging. In ihrer schlimmsten Zeit stahl sie sogar die Schmerztabletten ihrer Schwester...

Zur schweren Tablettenabhängigkeit gesellte sich dann auch noch ein extremes Alkoholproblem. Curtis versuchte mit diesem gefährlichen Cocktail, ihre Angst vor dem Älterwerden zu bekämpfen: "Ich habe einige Schönheitsoperationen machen lassen, um mir einen jugendlichen Körper zu erhalten. Aber immer wenn ich das machen habe lassen, ist mental irgendetwas schief gelaufen. Ich fühlte mich verunstaltet, nicht mehr natürlich genug."

Verzweifelter Brief an die Schwester
An ihrem Tiefpunkt dröhnte sich Curtis täglich zu, bis nichts mehr ging. Als sie sich von einem Knochenbruch erholte und ihre Schwester bei ihr in der Villa wohnte, fing Curtis an, ihre Schmerztabletten zu stehlen. Sie erinnert sich an einen Brief, den sie in dieser Zeit ihrer Schwester geschrieben, aber nie abgeschickt hatte: "Ich habe ein schlimmes Geheimnis mit mir herumgetragen. Ich habe viele Tabletten von dir gefunden und eingenommen. Ich habe dich betrogen, und ich weiß, dass du zornig bist. Du hast jedes Recht dazu. Ich bin alleine. Ich nehme die Pillen in der Nacht, um den Schmerz zu bekämpfen. Aber ich hatte Angst, es dir zu erzählen!"

Mit knapp 40 konnte Curtis ihre Drogensucht erfolgreich beenden. Ihre Tochter Anne war durch die Eskapaden immer mehr betroffen, da zog der Hollywood-Star die Notbremse. Heute unterstützt Jamie Lee Anti-Drogen-Kampagnen. Wenn sie mit Menschen spricht, die sich auf Drogenentzug befinden, gibt sie ihnen den Rat, einige Erinnerungsstücke an die schlimme Zeit der Drogensucht zu behalten - wie den Brief, den sie an ihre Schwester geschrieben hat.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden