Do, 23. November 2017

Schlimmer Verdacht

22.06.2008 22:38

Mutter wollte sich und elfjährigen Sohn vergiften

Unfassbarer Verdacht gegen eine 34-jährige Linzerin: Sie soll versucht haben, ihren geliebten elfjährigen Sohn mit in den Tod zu nehmen. Nachdem Daniel einen Medikamenten-Cocktail getrunken haben dürfte, konnte er sich noch zur Nachbarin schleppen und sich so retten. Er sagte noch „Mama, Mama“ und brach dann in den Armen der Frau zusammen, die auch die schon bewusstlose Mutter fand.

Nackt schleppte sich Daniel in den 1. Stock, läutete am Sonntag gegen 14 Uhr Karin Rameis heraus. „Er fiel in meine Arme und ich setzte ihn auf die Stiege“, erzählt die Linzerin. Ihr Gatte Othmar werkte gerade im Keller: „Meine Frau hat geschrien, ich soll die Rettung rufen, weil unsere Nachbarin bewusstlos in der Wohnung liegt“, erinnert sich der Pensionist. Die 34-Jährige lag im Vorraum der Erdgeschoßwohnung, den Kopf vom Sturz blutig geschlagen. Notarzt und zwei Rettungswagen des Arbeiter-Samariterbundes rasten zum Mehrparteienhaus im Stadtteil Steg in Linz-Urfahr. Die Helfer konnten Mutter und Kind stabilisieren und auf die Intensivstationen von AKH und Kinderklinik bringen

In der Wohnung fanden Retter und Ermittler zahlreiche leere Medikamenten-Packungen. Vermutlich hatte die 34-Jährige ihrem Sohn einen Cocktail im Saft zusammengemischt und selbst eine Überdosis geschluckt (die Unschuldsvermutung gilt). Das Motiv ist unklar, laut Nachbarn hatte die allein erziehende Mutter ihren Sohn heiß geliebt und gut versorgt. Eltern, Freund und Bruder der 34-Jährigen kamen zur Wohnung, konnten oder wollten keinen Grund für eine Verzweiflungstat der Krankenpflegerin nennen.

 

Foto: Markus Schütz

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