Do, 23. November 2017

Grazer hilft Burma

22.06.2008 11:55

„Leute sind wahnsinnig motiviert“

"Man darf die Situation natürlich nicht verkennen, es herrscht immer noch der 'emergency level', aber es war wesentlich besser als erwartet", erzählt Georg Schreyer (38) von "Ärzte ohne Grenzen" von seinem Einsatz in Burma. Drei Wochen hat der Grazer in dem von einem Zyklon verwüsteten Gebiet örtlichen Kollegen geholfen.

"Die Akutphase ist aus medizinischer Sicht vorbei. Entweder wurden die Opfer geheilt - oder sind verstorben", berichtet Schreyer, der im Bereich von Bogalay unterwegs war. Jetzt gehe es darum, das langfristige Überleben zu sichern. Überrascht war der Medinziner, wie motiviert die Leute sind. "Die Solidarität ist sehr groß!"

"Immer noch Gebiete, in denen keiner war"
"Ich glaube, dass ich in einer guten Gegend war, aber es gibt immer noch Gebiete, wo noch keiner hingekommen ist, gerade im Süden des Landes", weiß der Grazer, der in Burma einheimische Ärzte schulte. Als er und sein Team mit dem Boot unterwegs waren - weil es anderes gar nicht möglich ist - stießen sie immer wieder auf weiße Fahnen, dem Hinweis auf Leben.

Der Verwesungsgeruch sei natürlich allgegenwärtig, und wenn das Wasser sinkt, sehe man die Leichen. Aber es werden weniger.

Spendenmöglichkeit unter: 930.40.950, BLZ 60.000, Kennwort "Notfalls-Fonds".

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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