Mo, 18. Dezember 2017

Einige Übergriffe

18.06.2008 19:40

Lehrerin nach Prügelaffäre im Krankenstand

Weil sie ein 14-jähriges Mädchen im Zeichenunterricht mit der Schulbank gegen die Wand gedrückt und verletzt haben soll, wurde eine Lehrerin aus Neuhofen an der Krems angezeigt. Die Polizei ermittelt, die „überforderte“ Pädagogin ist seit Mittwoch im Krankenstand. Übergriffe und Fehlverhalten von Lehrern werden auch immer wieder am „OÖ-Krone“-Zeugnistelefon gemeldet.

„Ein bedauerlicher Einzelfall, aber nie ganz auszuschließen“, sagt Schulchef Fritz Enzenhofer. „Körperliche Gewalt kommt vor, zum Glück nicht sehr oft“, sieht die langjährige oö. Elternvereinsobfrau und jetzige Referentin für Schulpartnerschaft, Sieglinde Guserl aus Grünbach, in seelischen Verletzungen das viel größere Problem. „Es ist für Kinder schwer zu ertragen, wenn zum Beispiel die einen bevorzugt und andere niedergemacht werden.“ Ihre Nachfolgerin Edith Trinkl aus Rossleithen ergänzt: „Jegliche Gewalt in der Schule ist nicht tolerierbar. Wir raten immer zu sachlicher Aussprache, aber auch die Kinder müssen ernst genommen werden.“

Dass gerade abfällige Bemerkungen oder Ungerechtigkeiten durchaus vorkommen, zeigt sich auch immer wieder am „Krone“-Zeugnistelefon, wenn Eltern dem Expertenteam des Landesschulrates ihre Sorgen schildern - wie auch wieder vor einer Woche. Bei Missständen wird da sofort die Schulaufsicht eingeschaltet. Wie in einer Schule im Salzkammergut, wo sich ein Mädchen schlecht behandelt fühlt und der Direktor die Eltern beschimpft haben soll.

 

Foto: Chris Koller

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