Sa, 21. April 2018

Hoppala in Russland

18.06.2008 11:58

Russische Armee lässt es Zementsäcke regnen

Am vergangenen Donnerstag, dem 12. Juni, hat Russland seinen Nationalfeiertag gefeiert, den "Tag Russlands". Doch dicke Regenwolken über der Hauptstadt Moskau trübten am Tag davor die Aussicht auf einen sonnigen Feiertag, wie ihn die russische Regierung (am 12. Juni 1990 wurde die Russische Föderation als juristischer Nachfolger der Sowjetunion unabhängig) so gern hätte. Also tat man, was man seit 20 Jahren tut, wenn ein staatstragendes Ereignis ins Wasser zu fallen droht: Man schickt Armee-Flugzeuge mit Silberjodid, flüssigem Stickstoff und Zement in die Luft, um es "abregnen" zu lassen. Nur diesmal ging etwas schief...

Die bis zu zwölf Transportflugzeuge der Armee versprühten ordnungsgemäß den Stickstoff, "salzten" die Wolken mit dem Silberjodid. Nur beim Zement versagte offenbar bei einem der Cargo-Jets die Vorrichtung, die den in Säcken verpackten Baustoff in die Luft pusten sollte. Das Ergebnis: Es regnete über einem Vorort Moskaus Zementsäcke.

Mindestens einer davon krachte in ein schmuckes Einfamilienhaus, schlug ein zwei Meter großes Loch ins Dach und versaute das Vorzimmer der Hausbesitzerin. Die russische Armee bot der Frau laut der Nachrichtenagentur Interfax eine Entschädigung von umgerechnet rund 1.000 Euro an, doch die Dame will den Fall vor Gericht bringen und damit erreichen, dass die umstrittenen "Wolkenimpfungen" gänzlich abgeschafft werden. Von Seiten der russischen Armee hieß es, es sei das erste Mal in der 20-jährigen Anwendung der Prozedur zu einem Zwischenfall gekommen.

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