Di, 21. November 2017

„Nazi“ in Klagenfurt

18.06.2008 09:54

Gesundheit von Milivoj Asner wird neu überprüft

Seit Jahren lebt der mutmaßliche Kriegsverbrecher Milivoj Asner als "Georg Aschner" in Klagenfurt. Ein Auslieferungsbegehren Kroatiens lehnte Österreich bisher ab. Der 95-Jährige galt als verhandlungsunfähig. Jedoch wird Asner nach jüngsten Interviewaussagen und einem Besuch der EURO-Fanzone in Klagenfurt neu überprüft. Muss er sich doch einem gerichtlichen Verfahren stellen?

Im Interview mit der britischen "Sun" meinte der in Klagenfurt lebende, mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher Milivoj Asner, er sei bereit, vor einem kroatischen Gericht auszusagen. Das hat die Staatsanwaltschaft Klagenfurt erneut aktiv werden lassen.
 
Asner in Fanzone gesichtet
Noch dazu hat die "Sun" Asner in Begleitung einer Frau auf einer Bierbank in einer EURO-Fanzone in Klagenfurt abgelichtet. Der Leitende Staatsanwalt Gottfried Kranz erzählt: "Ich sehe da einen alten Mann, der gestützt wird." Man habe natürlich die Sicherheitsdirektion mit neuerlichen Erhebungen zum Gesundheitszustand und zum Umfeld beauftragt.

Behörden wissen Bescheid
Milivoj Asner lebt seit Jahren in Klagenfurt - mit dem Wissen der Behörden. Für sie galt der 95-Jährige bisher unter anderem wegen fortgeschrittener Demenz als verhandlungsunfähig. Der Kroate soll in seiner Heimat im Zweiten Weltkrieg für den Tod vieler Juden und Serben verantwortlich sein. 

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