Do, 23. November 2017

Bombenanschlag

18.06.2008 14:13

Autobombe explodiert: 65 Tote in Bagdad

Beim schwersten Anschlag im Irak seit gut einem Monat sind am Dienstag in der Hauptstadt Bagdad mindestens 65 Menschen getötet worden. Weitere 75 Menschen seien verletzt worden, als eine Autobombe im Norden Bagdads explodierte, verlautete am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

Ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug war demnach in der Nähe einer Bushaltestelle im Schiitenviertel Al Hurriya explodiert. Wenige Stunden zuvor war bereits ein auf einem Motorrad versteckter Sprengsatz an einem Kontrollpunkt im Norden Bagdads detoniert. Dabei wurden nach Behördenangaben vier Milizionäre getötet.

Ban Ki-moon verurteilt Anschlag
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den verheerenden Autobombenanschlag in einer ersten Reaktion scharf verurteilt. Es handle sich um einen "abscheulichen Angriff", sagte Ban und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Regierungschef Nuri al-Maliki machte die "geschlagenen Überreste des Terrorismus" für den Anschlag verantwortlich. Offenkundig versuchten Terroristen und militante Islamisten, "nach Niederlagen ind Bagdad und anderen Städten" zu ihrer "alten Methode zurückzukehren" und religiösen Hass anzufachen, zitierte der Sender CNN aus einer Erklärung Al-Malikis.

Schwerster Anschlag seit einem Monat
Bei dem Anschlag am Dienstag handelte es sich um den schwersten seit gut einem Monat. Anfang Mai waren im nördlich von Bagdad gelegenen Bakuba 35 Menschen bei einem Doppelanschlag ums Leben gekommen. Bei dem Anschlag mit einem auf einem Motorrad versteckten Sprengsatz wurden im Norden Bagdads vier Mitglieder einer Gruppe getötet, die mit der US-Armee gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida kämpft. Al-Kaida hat in der Vergangenheit immer wieder irakische Verbündete der US-Truppen ins Visier genommen. Viele Milizionäre hatten bis Ende 2006 noch an der Seite des Terrornetzwerks gegen die USA gekämpft, dann allerdings die Seiten gewechselt. Seit der Aufstockung der US-Truppen im Irak Anfang 2007 ist die Zahl der Anschläge deutlich zurückgegangen.

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