So, 19. November 2017

Bub „zu lebhaft“

11.06.2008 17:33

Vater in NÖ prügelt dreijährigen Sohn spitalsreif

Entsetzlicher Fall von Kindesmisshandlung im niederösterreichischen Weinviertel: Weil sein kleiner Sohn "zu lebhaft" war, hat ein 25-jähriger Rabenvater wie von Sinnen auf das Kind eingeprügelt. Der dreijährige Patrick liegt nun schwer verletzt im Landesklinikum Weinviertel-Mistelbach (Bild).

Schon seit einigen Jahren muss die Fürsorge bei der Familie des 25-jährigen ÖBB-Mitarbeiters immer wieder einschreiten. Nachbarn und auch entfernte Verwandte hatten bereits mehrmals Alarm geschlagen. Denn auch die Mutter - für sie gilt wie für den Vater die Unschuldsvermutung - soll den kleinen Patrick und sein älteres Geschwisterchen brutal misshandelt haben.

Prellungen am ganzen Körper
Jetzt erreichten die Qualen des dreieinhalbjährigen Buben aber einen traurigen Höhepunkt. Der Bub wurde von seinem Vater, der sich einen Pflegeurlaub genommen hatte, mit den Fäusten so schlimm traktiert, dass er einen Oberschenkelbruch und zahlreiche Prellungen am ganzen Körper erlitt. Jetzt kümmern sich die Pfleger und Ärzte im Krankenhaus Mistelbach liebevoll um den kleinen Patienten.

Ein Nachbar: "Er wird hoffentlich nie wieder zu diesem Mann zurück müssen." Patricks Mutter ist übrigens wieder schwanger. Ihr Lebensgefährte wurde - so entschied es das zuständige Gericht - lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

Kinder den Eltern entzogen
Den Eltern wurden alle vier Sprösslinge, einer kam erst kürzlich zur Welt, entzogen, bestätigte Josef Schimmer von der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach am Mittwoch. Sie sollen künftig bei Pflegefamilien untergebracht werden.

Von Mark Perry, Kronen Zeitung und krone.at
Foto: Martin A. Jöchl

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