Mo, 11. Dezember 2017

Nonnen ziehen um

10.06.2008 17:32

Ins Stift Gurk ziehen endlich wieder Frauen ein

Ins Stift Gurk ziehen wieder Nonnen ein. Das im 11. Jahrhundert gegründete Kloster wurde zuletzt nur von Männern bewohnt. Jetzt bekommen sie Gesellschaft von zwei Ordensschwestern aus Wernberg. Sie werden wohl wieder frischen Schwung in die alten Stiftsmauern bringen.

Schwester Gerda Forthofer (links) und Schwester Vianney Maria Maderegger von der Ordensgemeinschaft der "Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Wernberg" sollen fortan das Stift wieder beleben. Die gebürtigen Oberösterreicherinnen freuen sich schon auf die Aufgaben in ihrer neuen Wirkungsstätte und - natürlich - auf ihre männlichen Mitbewohner.

Geschichte
Die Geschichte des Klosters geht auf das Jahr 1043 zurück. Damals gründete die heilige Hemma das Stift, das vom Benediktinerinnen-Kloster Nonnberg in Salzburg besiedelt wurde. 1932 übernahmen die Salvatorianer die Anlage. Seither gibt es in Gurk keine Frauen mehr. Zuletzt wirkten drei Patres und ein Ordensbruder in Gurk. 1988 stattete sogar Papst Johannes Paul II. Gurk einen Besuch ab.

Kalidz neuer Stiftspfarrer
Erst vor einigen Wochen entschied Diözesanbischof Alois Schwarz, dass sein bisheriger Generalvikar Gerhard Kalidz ab 1. September Stiftspfarrer in Gurk wird. Kalidz übernimmt die Leitung des Stiftes, des Jugendgästehauses, des Domladens sowie die wirtschaftliche Gesamtverantwortung für den Standort Stift Gurk. Am Dienstag gab die Diözese bekannt, dass Kalidz ein Vikar zur Seite gestellt wird, es handelt sich um Pfarrer Michael Lercher. Er wird für Wallfahrtsseelsorge und Jugendpastoral zuständig sein.

Wirbel um Bischof
Die bischöfliche Entscheidung, seinen Generalvikar nach Gurk zu versetzen, hatte innerkirchlich, aber auch in der Öffentlichkeit, für heftige Diskussionen gesorgt. Viele sahen darin eine "Degradierung" Kalidz'. Als dann auch der persönliche Sekretär des Bischofs kündigte, gingen die Wogen hoch. Schwarz musste sich teils scharfe Kritik gefallen lassen, die Vorwürfe betrafen vor allem seinen Führungsstil und seinen Beraterstab; inzwischen hat sich die Situation beruhigt. Wer Kalidz als Generalvikar nachfolgt, ist noch offen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden