So, 19. November 2017

Schuss nach hinten

10.06.2008 19:40

Kochlehrling von Cobra verhaftet

In Graz ist Sonntagnacht ein Kochlehrling von der Einsatzeinheit Cobra verhaftet worden, weil er mehrere Jugendliche mit einer Waffe bedroht hatte. Für den 18-Jährigen ging im übertragenen Sinn der Schuss nach hinten los. Denn eine Durchsuchung seiner Wohnung entlarvte ihn als mutmaßlichen Drogendealer!

Sonntagnacht blieben in der Herrgottwiesgasse einige Jugendliche stehen und unterhielten sich laut miteinander. Plötzlich ging im dritten Stock eines Hauses das Fenster auf. Laut Anzeige schrie eine männliche Stimme: "Wenn ihr net verschwindet, prack ich euch nieder." "Pracken" stand wohl für das Wort "Schießen", denn als die Grazer nach oben sahen, blickten sie in den Lauf einer Waffe.

Cobra alarmiert
Ein Jugendlicher verständigte die zuständige Polizeiinspektion Karlauerstraße, diese wiederum alarmierte die Cobra. Die Einsatzeinheit "analysierte" zuerst das Haus und ging dann gegen 22 Uhr zum Angriff über. Der Besitzer der Waffe - es handelte sich um eine Gaspistole - hatte keine Chance, so schnell und präzise lief der Zugriff ab.

Geldbündel gefunden
In der Wohnung des 18-Jährigen, der den Polizeieinsatz selbst provoziert hatte, stellten Kriminalisten noch eine Schreckschusspistole sicher. In einem Versteck stießen sie dann auf einen brisanten Fund: drei Deka Kokain, zwei Gramm Heroin und nach Banknoten gebündeltes Geld - 19 Hunderter, 37 Fünfziger, 22 Zwanziger, 154 Zehner und elf Fünfer - insgesamt 5.785 Euro, verdammt viel Geld für einen Kochlehrling. Er ist schon seit einiger Zeit verdächtig, mit "Gift" zu dealen. Dass nun Indizien gefunden wurden, hat er sich selbst eingebrockt...

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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