Di, 21. November 2017

Freudentänze

09.06.2008 11:09

Kroatische Fans feierten vor dem Stephansdom

Unmittelbar nach dem Sieg des kroatischen Fußballteams versammelten sich am Sonntagabend dessen Fans wieder im Bereich Stephansplatz-Graben-Kärntnerstraße, um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen. Gegen 21.00 Uhr trafen Tausende beim Stephansdom ein, wo sich einige Gruppen zu ausgelassenen "Siegestänzen" hinreißen ließen. Es kam aber auch zu unschönen Szenen unter den Schlachtenbummlern: In der Fanzone kam es zu einer heftigen Prügelei zwischen Kroaten und Österreichern, bei der eine Person verletzt wurde (siehe Video).

Ein paar Meter entfernt erklommen einige Jugendliche die Pestsäule, wo sie eine überdimensionale kroatische Flagge anbrachten. Die Schanigärten der angrenzenden Lokale wurden gestürmt, Getränke - vorwiegend Bier - geordert. Die Stimmung war vorerst ausgesprochen friedlich, Aggressionen keine zu Spüren. Heimische Fans waren kaum auszumachen. Tränen über die unglückliche Niederlage der Hickersberger-Elf wurden jedenfalls nicht öffentlich vergossen.

In der Infobox findest du ein weiteres Video von der (friedlich verlaufenen) Ankunft der kroatischen Fans in Wien!

Verkehrsbehinderungen in der City und im Prater
Nach dem Spiel gab es in der Innenstadt und im Prater zeitweise auch starke Verkehrsbehinderungen: Eine riesige Besuchermasse hat gleichzeitig die Fanmeile und das Stadion verlassen. Der Getreidemarkt, der Opernring und der Schottenring wurden von der Polizei für den Fahrzeugverkehr kurzfristig gesperrt. "Die Behinderungen durch die Fußgängergruppen waren so massiv, dass wir sofort Straßensperren errichten mussten", berichtete Michael Takacs, Sprecher der Landesverkehrsabteilung Wien.

Durch den Schichtwechsel in der Fanmeile mussten auch die Wiener Linien reagieren: Die U-Bahnen fuhren durch die U2-Station Rathaus durch. "Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, wenn der Zustrom zur Fanmeile zu groß ist", sagte Wiener-Linien-Sprecher Johann Ehrengruber.

Reibungslose Abläufe bei der Station Stadion
Großen Andrang hat es auch bei der neuen U2-Station Stadion gegeben. Massen von Besuchern sammelten sich davor, aus Sicherheitsgründen wurden Auf- und Abgänge kurzfristig gesperrt, wodurch es kurzfristig zu Verzögerungen gekommen ist. Der Abtransport der Fans erfolgte aber nahezu reibungslos. "Binnen einer halben Stunde sind mehr als 10.000 Personen abtransportiert worden", so Ehrengruber.

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