Fr, 24. November 2017

Gut besucht

08.06.2008 13:06

Ausgelassene Stimmung in den Fanzonen

Der erste Fußballtag in den Fanzonen ist vorbei: Zwar kam es sowohl in Österreich als auch in der Schweiz zu kleineren Vorfällen, im Großen und Ganzen verlief der EM-Auftakt aber sehr ruhig. Die Fanmeilen waren gut besucht, aber nicht überfüllt. Die Stimmung der Fans war durchaus ausgelassen, von einer Ekstase war man vorerst weit entfernt. Das lag nicht zuletzt am wechselhaften Wetter. Für die beste Stimmung haben zahlreiche Kroaten in der Wiener City gesorgt.

In der Bundeshauptstadt begann sich die Fanmeile direkt nach dem Schlusspfiff des zweiten Matchs, bei dem die Türkei Portugal 0:2 unterlag, zu leeren. Die enttäuschen türkischen Fans verließen die Partyzone fast wortlos. Am Nachmittag wurde eine Zahl von rund 20.000 Besuchern gezählt.

Feiernde Kroaten blockierten die Innenstadt
Spannend werden dürfte es am Sonntag, wenn Österreichs Nationalteam erstmals das Spielfeld im Ernst-Happel-Stadion betritt. Denn die Fans des Gegners aus dem Süden feierten am Graben lautstark bis spät in die Nacht. Für Passanten gab es kaum ein Durchkommen durch die bunte, fröhlich singende Schar, die auf Laternenmasten Fahnen hissten.

Gediegener verbrachten die Besucher der "Meinl Kaffeewelt" den Abend. Die Aufmerksamkeit der feinen Gäste widmete sich weniger der beiden kleinen tonlosen Bildschirmen als eher der Konversation und dem Angebot der Gastronomie. Einen schwachen Start legte das Public Viewing im Wiener Gasometer hin. Gerade einmal 80 Besucher verirrten sich am Höhepunkt des Auftakt-Matches Schweiz-Tschechien an die Bierbänke in der Halle, die laut Veranstalter über Platz für 2.436 verfügt. Laut Organisatoren kamen insgesamt 300 Besucher.

Security-Mitarbeiter beim Burgtheater verletzt
Ein Zwischenfall ereignete sich in der Nähe des Burgtheaters. Ein Streit zwischen österreichischen Fans und einem Security-Mitarbeiter endete für den Sicherheitsbeauftragten mit einer Schnittverletzung und für einen Fußball-Fan mit der Festnahme. Eine positive Bilanz zog das Rote Kreuz: Österreichweit sei kaum etwas los gewesen, in Wien gab es beispielsweise nur 30 bis 40 Einsätze wegen Kleinigkeiten. Recht gut gelaufen ist der erste EM-Tag auch für die Wiener Öffis. Lediglich eine defekte Weiche im Bereich Schwedenplatz sorgte für kurze Verzögerungen.

Gute Stimmung in Salzburg
Den türkischen Fans war es in Salzburg zu verdanken, dass die Stimmung beim zweiten Spiel lebendiger war als beim Auftakt-Match. Die Besucherzahl stieg im Vergleich zum ersten Kick leicht auf etwa 7.000 an. Bis zum Schlusspfiff der Abendbegegnung musste das Rote Kreuz knapp zehn Menschen versorgen, dabei hat es sich aber um kleinere Schnittverletzungen oder Probleme nach Stürzen gehandelt.

Schlägerei in Klagenfurt
Erhitzte Gemüter und nasses Wetter waren die dominierenden Themen in der Host City Klagenfurt. Am Tag vor dem Spiel Deutschland gegen Polen gerieten in der Fan-Meile 10. Oktober-Straße Anhänger beider Lager aneinander. Die Polizei trennte die - auch von zu viel Alkohol beeinflussten - Streithansln rasch voneinander, sieben deutsche Staatsbürger wurden laut offiziellen Angaben festgenommen (siehe Infobox!). Gut besucht war generell nur die Fan-Zone am Neuen Platz vor dem Rathaus, jene am Messegelände hingegen wenig gefragt.

Grundsätzlich positiv mit einigen kleineren Problemen" bilanzierte die Baseler Polizei. In der Schweizer Stadt fand der Anpfiff der EURO statt. Mehrere 10.000 Personen hielten sich seit den Nachmittagsstunden in der Innenstadt und im Bereich des St. Jakob-Stadions auf. "Auffallend waren die fröhliche, gute Stimmung sowie die hohe Anzahl an alkoholisierten Personen", teilte die Polizei mit. Gedämpft wurde die Partystimmung vom regnerischen Wetter - von den Auftakt-Niederlagen für die Schweiz und Portugal mal abgesehen.

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