Mo, 20. November 2017

Sichelig

06.06.2008 14:12

Opel Insignia tritt gegen den Passat an

Irgendwie klingt der Name geheimnisvoll: Opel Insignia. Ich denke an mittelalterliche Verschwörungen, Tempelritter. Oder an Enigma, die Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg. Tatsächlich sind Insignien „Zeichen staatlicher, ständischer oder religiöser Würde und Macht“, Opel will also wohl ein Zeichen setzen, um ernst genommen zu werden im Prestigekampf gegen den Passat.

Mit dem Nachfolger des glücklosen Vectra geht Opel auf die Vollen. 20 Zentimeter länger als der Vorgänger ist er, die Linie ist coupéartig und sehr gelungen, so dass der optische Vergleichsgedanke eher zum Passat CC als zur Limousine geht.

Fließende Linien, sichelförmige Designelemente außen wie innen (Blades), kraftvolles Auftreten – Opel spricht beim Design sogar von einem Paradigmenwechsel. Die Front wird ähnlich betont wie bei Audi. Eine auffallende sichelförmige Grafik verläuft, beginnend bei den vorderen Rädern, über die ganze Wagenseite und betont zusätzlich die straffen Linien. Wie Audi spielt sich Opel bei den Scheinwerfern mit LEDs, hier in Form von Pfeilspitzen oben außen, die sich auch in den Heckleuchten wiederfinden.

Überall Sichel-Sichtungen
Innen kennzeichnet eine großzügige dynamische Harmonie den Insignia. Auf den ersten Blick fällt die durchgehende Linie ins Auge, die sich in einem Schwung von der Fahrertür über das Armaturenbrett bis zur Beifahrertür zieht. „Blade“-förmig. Das findet sich auch in den Chromverzierungen der Türverkleidung wieder, auf der Mittelkonsole, am Lenkrad.

Die Armaturen erinnern an VW und Audi. Und ein bisschen an Alfa Romeo, vor allem wenn sie rot beleuchtet sind. Das passiert, wenn man die Sporttaste drückt und damit das optionale adaptive Fahrwerk auf arg stellt. Mit vier Ausstattungslinien soll für jeden noch so heiklen Geschmack das Richtige dabei sein: Zur Basis-Version kommen Elegance, Sport (mit viel Klavierlack) und Cosmo (Topausstattung).

Allen Versionen gleich ist das gute Platzangebot vorne, aber auch die mangelnde Kopffreiheit hinten, was der schönen coupéhaften Linie geschuldet ist. Auch beim Kofferraum folgt die Funktion der Form; wegen der relativ weit hereingezogenen Heckleuchten bleibt nur eine 88 Zentimeter breite Lücke zum Beladen.

Nach „glücklos“ sieht das nicht mehr aus. Eher nach Glückslos.
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