Fr, 15. Dezember 2017

Volles Haus

06.06.2008 10:22

Erstes Training für Russlands Team in Leogang

Das nagelneue Steinbergstadion in Leogang ist am Donnerstagabend beim ersten offiziellen Training der russischen Nationalmannschaft aus allen Nähten geplatzt. Fast 1.000 Zuschauer, darunter auch Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller sowie eine Hundertschaft von Medienvertretern, verfolgten die Übungseinheit der "Sbornaja". Um 17.41 Uhr betraten Superstar Andrej Arschawin und seine Teamkollegen den 105 mal 68 Meter großen Platz, auf dem der 23 Millimeter lange Rasen einem grünen Teppich glich.

Mit Ausnahme des an einer Meniskusverletzung im linken Knie laborierenden Stürmers Pawel Pogrebnjak, der deswegen am Donnerstag erneut nach München zur Behandlung gefahren war, nahmen alle Spieler des 23-köpfigen EM-Kaders am Auftakttraining im Pinzgau teil. Es war eine lockere Einheit, nachdem die Russen am Vorabend in Burghausen auch ihr drittes und letztes EURO-Vorbereitungsspiel klar mit 4:1 gegen Litauen gewonnen hatten. Nach knapp 80 Minuten war das erste Training vorbei, und just in diesem Moment begann es, heftig zu regnen.

"Die Erwartungshaltung in Russland ist nach den jüngsten Erfolgen sehr groß", erklärte Hiddink auf dem Weg zum Mannschaftsbus. "Die Menschen wollen, dass das russische Nationalteam wieder zu den Top-Nationen in Europa zählt. Und selbstverständlich genügt es auch uns nicht, dass wir bei der EM nur dabei sind, wir wollen etwas Zählbares erreichen."

Russland erwartet sich viel
Die Russen haben sich wahrlich viel vorgenommen, sind doch ihre 60 Suiten im Wellness-Hotel "Der Krallerhof" nicht nur bis 25. Juni - an diesem Tag findet das erste Halbfinale in Basel statt - gebucht, sondern auch bereits bezahlt. Das Hiddink-Team würde übrigens sein Semifinale am 26. Juni in Wien bestreiten.

Der Rasen im 800 Zuschauer fassenden Steinbergstadion, dessen Bau erst am 31. Juli des Vorjahres in Angriff genommen worden war, wurde von Arschawin und Co. gewissermaßen "entjungfert", hatte ihn doch bisher kein Mensch mit Stollenschuhen betreten dürfen. Das perfekte Grün stammt übrigens aus Budapest, wurde am 30. September 2007 verlegt, Anfang November das erste Mal gemäht und eine Woche später von 30 Zentimeter Schnee bedeckt, um "sich fürs Frühjahr ausrasten" zu können, wie Elias Bierbaumer, der Obmann des Salzburger Landesligisten SC Leogang, mit einem Augenzwinkern erzählte.

Stadion ein echtes "Schmuckkästchen"
Finanziert wurde das 1,5 Millionen Euro teure Stadion in erster Linie von der Gemeinde selbst (950.000) sowie dem Land Salzburg (300.000) und dem Tourismusverband (150.000). In der kommenden Saison wird dann auch der SC Leogang seine Heimspiele in diesem von herrlicher Landschaft umgebenen "Schmuckkästchen" bestreiten, dann jedoch in der 2. Landesliga Süd. "Wir haben zwar noch eine Runde ausständig, sind aber schon fix abgestiegen. Doch unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg", betonte Bierbaumer.

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