Fr, 24. November 2017

Streit beigelegt?

05.06.2008 12:55

Abbas will Versöhnung mit Hamas erreichen

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat die radikale Hamas zu Versöhnungsgesprächen ohne Vorbedingungen aufgefordert. Sein Appell ist am Donnerstag von der Hamas-Führung positiv aufgenommen worden. "Die neue Erklärung des Präsidenten Abbas unterscheidet sich von den früheren, in denen er Bedingungen gestellt hatte, die jeden Dialog unmöglich machten", betonte Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri in Gaza.

Abbas hatte sich am Vortag in einer Rede in Ramallah im Westjordanland an die Hamas gewandt und sie zu einem "umfassenden Dialog" aufgerufen, "um die nationale Spaltung zu überwinden". Der Konflikt habe der palästinensischen Sache und dem Volk schweren Schaden zugefügt. Gleichzeitig warf Abbas Israel "Kriegsverbrechen" im Gaza-Streifen vor.

Abbas geht auf Hamas zu
Die bisher von Abbas erhobene Forderung nach Wiederherstellung der Verhältnisse, wie sie vor der gewaltsamen Hamas-Machtübernahme im Gaza-Streifen vor einem Jahr geherrscht hatten, kam in der Präsidentenrede nicht vor. Die von den USA und der Europäischen Union als terroristische Gruppe eingestufte Hamas hatte die Parlamentswahlen vom Jänner 2006 mit großer Mehrheit gewonnen.

Konflikt dauert bereits länger als ein Jahr
Ihren Sieg verdankten die Islamisten, die sich weigern, Israel explizit anzuerkennen, vielen Protestwählern, die der Fatah von Abbas zügellose Korruption vorwarfen. Nach dem Machtkampf im vergangenen Jahr erlangte die Hamas die alleinige Kontrolle über den Gaza-Streifen, Abbas löste daraufhin die Regierung unter Hamas-Premier Ismail Haniyeh auf und setzte ein Not-Kabinett unter Salam Fayyad im Westjordanland ein.

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