So, 19. November 2017

Extrem fanatisch

05.06.2008 11:22

Al-Kaida ruft zum Krieg gegen Gaza-Blockade auf

Die Al-Kaida hat zum Krieg gegen die israelische Blockade des Gazastreifens aufgerufen. Nachdem die Terrororganisation zuvor die Verantwortung für das Bombenattentat auf die dänische Botschaft in Islamabad (Pakistan) übernommen hatte, sagte der Stellvertreter von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, Ayman al-Zawahiri, in einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Erklärung, die Söhne der muslimischen Nation müssten den Weg des Jihads, des heiligen Kriegs, einschlagen.

Auf einem Banner, das die elf Minuten lange Aufzeichnung begleitete, war zu lesen, dass sie an den 41. Jahrestag des Sechstagekrieges von 1967 erinnern solle. Zawahiri machte die arabischen Regierungen für die Niederlage damals verantwortlich. Er erklärte den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak und seine Soldaten zu "kriminellen Verrätern", weil sie die Blockade des Gazastreifens unterstützten.

Bekennerbotschaft zu Anschlag in Pakistan
Dass derartige Aufrufe mit Vorsicht zu genießen sind, hatte sich bereits am Montag bei einem Autobombenanschlag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gezeigt. Eine Gruppierung der Al-Kaida hat sich in einer am Mittwochabend im Internet verbreiteten Erklärung zu dem Attentat auf die dänische Botschaft bekannt, bei dem sechs Menschen in den Tod gerissen wurden. Mit dem Anschlag sei der Aufruf von Osama bin Laden befolgt worden, die neuerliche Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zu rächen, hieß es.

Die Erklärung wurde auf einer Website veröffentlicht, die häufiger von militanten Islamisten benutzt wird. Ihre Echtheit konnte aber zunächst nicht bestätigt werden. Unterzeichnet war sie von Mustafa Abu al Jasid, dem selbsterklärten Chef der Terrorgruppe in Afghanistan. Der dänische Geheimdienst hatte zuvor schon erklärt, er vermute das Terrornetzwerk Al-Kaida oder eine andere islamistische Gruppierung hinter der Tat. Eines der Opfer war ein dänischer Staatsbürger pakistanischer Herkunft.

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