Mo, 20. November 2017

Teure Feste

04.06.2008 18:05

Lärmende Fußballfans berappen bis zu 360 Euro

Wer nicht in den Fan-Meilen, wie etwa jenen der „OÖ-Krone“, feiern möchte, muss aufpassen: Private EURO-Partys mit Freunden können teuer werden. Wenn etwa die Begeisterung so groß ist, dass das Johlen, Singen und Mitfiebern den Nachbarn zu laut wird: Berechtigte Anzeigen wegen Lärmstörungen können bis zu 360 Euro kosten!

Gewisse Spielregeln sind auch bei privaten EURO-Festen einzuhalten, sonst schießt man sich beim Feiern schnell ein Eigentor. Laut Polizeistrafgesetz ist nämlich unzumutbarer Lärm auch untertags und an jedem Wochentag strafbar, ganz zu schweigen vom erhöhten Ruhebedürfnis nach 22 Uhr abends. Wenn also die Nachbarn unerwarteterweise gar nicht auf der EUROphorie-Welle reiten, kann es durchaus sein, dass ihnen eine größere Menge singender und mitfiebernder Fußballfans zu viel werden - und sie die Polizei zu Hilfe rufen.

Die Beamten wiederum spielen meist recht taktisch und horchen erst fünf Minuten von draußen, wie laut es wirklich ist. Denn sie sind die Schiedsrichter und entscheiden, ob der Lärm noch zumutbar oder eine Anzeige gerechtfertigt ist. Bekommen die verblüfften EURO-Fans dann tatsächlich die „rote Karte“, blühen ihnen Verwaltungsstrafen, die bis zu 360 Euro hoch sind.

 

Foto: AFP

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