Di, 17. Oktober 2017

Verbrauch steigt

02.06.2008 20:05

20 Millionen Euro werden für Kühlung ¿verblasen¿

140 Millionen Kilowattstunden werden jährlich in unserem Land im Kampf gegen die Hitze aufgewendet, 20 Millionen Euro damit buchstäblich „verblasen“. Die größten Sünder in Sachen Kühlung sind Bürogebäude, dann folgen der Lebensmittelhandel und Hotels. Privatwohnungen verbrauchen ebenfalls rasant mehr.

Riesige Fenster, die man oft gar nicht kippen kann, Glas statt Mauerwerk - was trendig aussieht, lässt dem Landesenergiebeauftragten Gerhard Dell vom Energiesparverband die Grausbirnen aufsteigen: „Ein neues Bürogebäude braucht mehr Energie zum Kühlen als zum Heizen.“ Seit April gilt ein neues Bautechnikgesetz, welches die Planer zwingt, in Zukunft auch die Kühlung mit einzuberechnen.

„Es ist vor allem eine Frage der Vorbeugung“, weiß Experte Dell, der speziell für Häuslbauer ein paar Tipps parat hat. Bei großen Fensterflächen soll man immer eine außenliegende Beschattung einplanen, speicherfähige Massen wie Ziegelmauern nehmen die Kälte aus der Nacht in den Tag mit, das Gebäude überhitzt dann nicht so schnell.

Allgemein gilt: Ganz wichtig ist die Nachtkühlung. Abends die Fenster kippen und die Räume mit kühler Luft durchspülen. Standby-Geräte sind nicht nur Stromfresser, sondern auch Wärmequellen.

Ein bedenklicher Trend: Immer öfter rüsten Private mit Kühlungsanlagen auf, Komfort geht auch dabei auf Kosten der Umwelt.

 

Foto: Horst Einöder

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