Do, 14. Dezember 2017

SIM-Card führt Buch

02.06.2008 14:10

Das Handy als enormer Datenfundus für Ermittler

Die Polizei verlässt sich bei ihren Ermittlungen immer mehr auf Informationen aus technischen Geräten wie Handys und Computern. In der jüngsten Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz wurde den Beamten in Österreich beinahe uneingeschränkter Zugriff auf Verbindungsdaten von Providern und dergleichen gewährt - ohne vorherige Konsultation eines Richters, wie es bisher üblich war. Ist Ermittlern direkter Zugriff auf technisches Gerät möglich, geht's erst richtig rund. Überraschenderweise ist es nämlich nicht nur der Computer, aus dem IT-Forensiker scheinbar gelöschte Daten herauskitzeln können. Auch für das Handy gilt: Nicht alles, was weg zu sein scheint, ist wirklich dahin.
Flash-Speicher sind bei modernen Handys ein Segen, der die Geräte vielfach schneller macht. Für Forensiker hingegen sind sie ein guter Tipp, um Daten sicherzustellen, die eigentlich vernichtet werden sollten. Die Daten auf diesem Speichermedium werden - wie bei der Computerfestplatte - erst dann wirklich gelöscht, wenn nicht mehr genug anderer Speicherplatz verfügbar ist und die "gelöschten" Daten überschrieben werden. Dadurch bleiben Informationen oft jahrelang erhalten.


SIM-Karte macht Handybesitzer zum gläsernen Menschen

Auch die SIM-Karte kann Ermittlern vieles verraten. Dort werden die fünf zuletzt gewählten Nummern gespeichert - auch wenn man sie im Menü löscht. Apples iPhone beispielsweise speichert sogar mehrere hundert und somit fast jede jemals gewählte Nummer. Besonders nützlich aus der Sicht der Ermittler ist auch die Tatsache, dass auf der SIM-Karte der letzte Ort, an dem das Telefon benutzt wurde, gespeichert ist. Auch Textnachrichten und Adressbucheinträge werden nicht gleich gelöscht, sondern lediglich als verfügbarer Speicherplatz deklariert. So können Ermittler auch Informationen aus scheinbar gelöschten SMS herauslesen.


Quelle: pte

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