Mo, 11. Dezember 2017

Kostbares Wasser

03.06.2008 19:06

Red Bull kauft älteste steirische Mineralquelle

Es ist das Kostbarste, was wir haben - unser steirisches Nass. Nur, so richtig bewusst ist das uns, die wir lediglich den Wasserhahn aufdrehen, nicht ganz. Anderswo dagegen zerbricht man sich intensiv um das "Kapital Wasser" den Kopf. Zwei Giganten der Wirtschaft, Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz und ein Familienmitglied aus dem Haribo-Imperium, wollen jetzt mit steirischem Mineral (im Bild Schloss Thalheim, in dem das Wasser abgefüllt wird) auf dem Weltmarkt antreten.
Dietrich Mateschitz, zum Retter des steirischen Oberlandes ausgerufen, soll neben dem "Ring", einem Reit- und Golfzentrum, jetzt auch noch der Mineralwasserquelle Thalheim bei Pöls neues Leben einhauchen.

Verhandlungen vor dem Abschluss
Vor sieben Jahren wurde das heilsame Thalheimer Mineral, das in einem nunmehr vor sich hin bröckelnden Schloss abgefüllt wurde, endgültig aus den Supermärkten genommen. Das erstklassige Wasser versickert seitdem im Erdreich, dem Eigentümer - ironischerweise eine Armenstiftung, die vom Land Steiermark verwaltet wird - entgeht somit eine Stange Geld. Denn steirisches Nass ist gefragt wie noch nie, Privatinvestoren strecken die Hände weit danach aus. So auch der "Rote Bulle", der sowohl Schloss als auch Thalheim-Wasser (die älteste Quelle der Steiermark) kaufen und im weltweiten Getränkegeschäft neue Akzente setzen will. Die Verhandlungen stehen vor dem Abschluss.

30 Millionen Liter Peterquelle jährlich
Doch Mateschitz ist nicht der einzige Prominente, der im Ringen ums heimische "Quellgold" im Spiel ist. Auch Hans-Jürgen Riegel, Neffe des Gründers des Haribo-Süßwarenimperiums Hans Riegel, erhofft sich sprudelnde Gewinne - und investiert kräftig in die weiß-grüne Peterquelle, zu der auch die gut gehenden Marken Minaris und SteirerQuell gehören. Mehr als 30 Millionen Liter Peterquelle gehen jährlich über die Ladentische, vier Millionen Euro lassen sich damit immerhin erwirtschaften.

Entwicklung langfristig gesichert
Geschäftsführer Wolfgang Mitterbäck weist Spekulationen, unser Mineral werde ans Ausland verscherbelt, übrigens zurück: "Wir haben einen strategischen Partner, namentlich die Adventure-Beteiligungs GmbH, ins Boot geholt. Damit sichern wir langfristig die dynamische Entwicklung."

von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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