Mo, 11. Dezember 2017

Früher Vogel...

27.05.2008 20:35

Frühaufsteher haben die besseren Schulnoten

Schon vor 18 Monaten forderte Bildungssprecher Gottfried Hirz von den Grünen, den Unterrichtsbeginn von 8 auf 9 Uhr früh zu verschieben. Denn „Lerchen“, also Morgenmenschen, sind erfolgreicher als „Nacht-Eulen“, das belegt eine deutsche Studie: Frühaufsteher haben bessere Schulzeugnisse als Morgenmuffel.

Bei unseren deutschen Nachbarn wie bei uns gilt: Die Schule fängt nicht nur schon um acht an, viele Kinder haben zudem einen langen Anfahrtsweg und sitzen oft schon um sechs oder halb sieben im Bus. „Viel zu früh“, wettern Schlafforscher wie Jürgen Zulley aus Regensburg: „Da ist die Leistungskurve der Kinder ungefähr so niedrig wie um Mitternacht.“

Oberarzt Dr. Franz Lefleur von der Lungenabteilung im Linzer Spital der Elisabethinen stimmt zu, dass gerade Schulkinder extrem an den Biorhythmus gebunden sind. „Aber ich bin überzeugt, dass viele Schüler einfach nicht rechtzeitig schlafen gehen, bis 22 oder 23 Uhr am Computer oder vor dem TV-Gerät sitzen. Klar ist, dass Kinder fixe Schlafenszeiten brauchen, und zwar mindestens acht Stunden pro Nacht oder sogar noch mehr.“

Leben gegen innere Uhr kann Probleme machen
Das Phänomen der Frühaufsteher und Nachteulen kennt auch Schlafspezialist Dr. Franz Lefleur von den Linzer Liesln. Falls das machbar ist, rät er: Erkenne dich einfach selbst und lebe nach dem eigenen, inneren Rhythmus.

Lerche oder Eule, ist das angeboren oder angewöhnt?
Das weiß man nicht so genau, es ist einfach ein Phänomen. Tatsache ist, dass immer mehr Menschen Schlafstörungen bekommen, wenn´s gegen die innere Uhr läuft. Das ist zum Beispiel oft bei Schichtarbeitern der Fall.

Was kann man tun?
Wenn man´s schon weiß, sollte ein Morgenmuffel nicht unbedingt Bäcker werden, der um drei Uhr früh aufstehen muss. Allgemein gilt: vernünftig leben.

Die meisten Jobs und die Schule beginnen auch früh.
Das ist eine kulturelle Angelegenheit, bei uns hat „Morgenstund Gold im Mund“. In südlichen Ländern ist das ganz anders.

Zu welcher Kategorie gehören Sie selbst?
Je älter ich werde, desto früher stehe ich auf. Auch sehr zeitig, um zum Beispiel auf einen Berg zu gehen.

 

Foto: Horst Einöder

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