Mi, 22. November 2017

Alle helfen Familie

20.05.2008 12:00

6-Jähriger hatte auf Bauernhof gezündelt

Jetzt helfen in Adlwang alle für die leidgeprüfte Familie Altmann zusammen. Ihr Bauernhof ist niedergebrannt, 400 der 800 Schweine konnten nicht gerettet werden. Der 6-jährige Sohn hatte mit Zündeln eine Million Euro Schaden angerichtet.

Der sechsjährige Michael hatte am Sonntagnachmittag mit seiner vierjährigen Schwester am Strohboden des Vierkanters mit einem Feuerzeug hantiert und dabei zunächst nur einen Kleinbrand ausgelöst - siehe auch Story in der Linkbox: „Er hat geglaubt, dass er das Feuer ausgedämpft hat. Später ist er nochmals hin, und da hat es schon geraucht“, berichtet die Tante Maria Achathaler. Die Kinder liefen zum Papa Johann Altmann (39), der noch versuchte, den Brand selbst zu löschen. Doch die Flammen breiteten sich rasend schnell aus, der Vierkanter stand binnen weniger Minuten in Brand.

Das Feuer zerstörte das Anwesen total, nach bisherigen Schätzungen konnten 400 Schweine nicht gerettet werden. Der Gesamtschaden wird auf eine Million Euro geschätzt. In der Gemeinde Adlwang arbeiten nun alle zusammen, um die schwer geschockte Familie mit vier Kindern (10, 6, 4 und 2) zu unterstützen. Eine Bauersfamilie gewährt ihnen Unterschlupf, andere Landwirte haben die restlichen Schweine eingestellt, und die Feuerwehren sind schon kräftig beim Aufräumen. Amtsleiter Alfred Pramhas: „Die ganze Bevölkerung hilft mit.“

„Die Kinder haben oft große Schuldgefühle“
Dr. Karin Lindorfer (45) aus Feldkirchen an der Donau ist die Fachberaterin der psychosozialen Dienste des Roten Kreuzes.

Wie kann man Kindern nach einem derartigen Unglück helfen?
Sie brauchen natürlich Sicherheit, müssen weg vom Unfallort und zu einer Bezugsperson.

Wie soll man mit kleinen Tätern umgehen?
Keine Vorwürfe! Die Kinder können nicht verstehen, was sie angestellt haben, sehen nur die Folgen und wie die Erwachsenen darauf reagieren. Kinder werden durch solche Geschehnisse oft traumatisiert, haben riesige Schuldgefühle das ist das Schlimmste.

Foto: FF Ampflwang

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