Fr, 24. November 2017

Engpässe

19.05.2008 01:33

Rascher in den Operationssaal!

Wer eine Zusatzversicherung hat, muss weniger lange auf ein neues Gelenk warten, rügt die AK Oberösterreich. „Eine nicht überprüfbare Erhebung“, kontert SP-Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger - und kündigt nun „eine objektive Analyse“ der Wartezeiten an. Mit dem Ziel, geplante Operationen zu beschleunigen.
Stöger hat in Sachen Gelenke auch eine Erhebung  vorerst nur über die Fallzahlen in Oberösterreich: „Die Anzahl der künstlichen Knie- und Hüftersätze ist von 5462 Operationen im Jahr 2004 um 12,5 Prozent auf 6144 im Jahr 2007 angestiegen.“ Und der Bedarf werde - nicht zuletzt aufgrund der Altersstruktur der Oberösterreicher - weiter steigen, glaubt sie.


Für die SP-Landesrätin sind diese Zahlen einerseits der Beweis dafür, dass der Kampf gegen „Zusperrpläne“ von Unfallchirurgien in Oberösterreich wichtig gewesen ist. Und sie belegen für sie, „dass ein erweitertes und verbessertes Versorgungsangebot notwendig ist“, wie die Politikerin bekräftigt. Denn sonst würden die ohnehin schon vorhandenen Wartezeiten bei planbaren Hüft- und Knieoperationen „gar noch unzumutbar verlängert.“


Wie es konkret aussieht mit diesen Wartezeiten in Oberösterreich, dazu will sich Stöger nicht auf die AK verlassen, sondern eigene Erhebungen starten - auch aufgeschlüsselt nach Zusatzversicherten und „normalen“ Patienten. „Wir wollen wissen: Wo und wieso gibt es Engpässe?“, so Gesundheitsreferentin Stöger. Inzwischen müsse aber auch das „Wartezeiten-Management“ in den Spitälern optimiert werden.


Foto: Chris Koller
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