Sa, 18. November 2017

Vertrag mit Apple

16.05.2008 14:34

iPhone noch heuer über One erhältlich

Österreichs drittgrößter Mobilfunker One hat am Freitag bestätigt, Apples iPhone noch heuer auf den Markt zu bringen. Man freue sich sehr über die Vereinbarung des One-Eigentümers Orange mit Apple, heißt es aus dem Unternehmen. Apple rückt damit weiter von seiner bisherigen Geschäftspolitik ab, das iPhone exklusiv über einen Anbieter pro Land vertreiben zu lassen. Details über den Zeitpunkt der Einführung, mögliche Preise und ob es sich bereits um das kolportierte Nachfolgemodell mit einer schnellen Internetverbindung über UMTS handelt, wollte One vorerst nicht bekannt geben.

Mit der Bindung an jeweils einen Partner pro Land wollte Apple ursprünglich einen neuen Vertriebsweg beschreiten. Dabei mussten die Handynetzbetreiber einen Teil ihres Umsatzes mit dem iPhone an Apple abtreten. Nun ist es mit dem Exklusivvertrieb durch einen Mobilfunker vorbei. Neben T-Mobile könnten künftig auch andere Handynetzbetreiber das Apple-Handy in Österreich anbieten - sollten sie mit dem US-Konzern handelseins werden. Durch den Orange-Deal werden außer in der Schweiz, in Italien, Portugal und Australien auch in Österreich mindestens zwei Telekomkonzerne das Handy offiziell vertreiben.

Warten auf UMTS-Version
Die Mobilkom Austria zeigt sich jedenfalls über die aktuelle Entwicklung erfreut: "Am iPhone kommt derzeit kein Mobilfunker vorbei. Die nachfolgenden Generationen des Gerätes interessieren uns sehr", heißt es aus dem Unternehmen. Gespräche gebe es bereits mit dem Mobilkom-Partner Vodafone. Der britische Mobilfunkgigant hat sich vor wenigen Tagen die Rechte für den Verkauf des iPhones in zehn Ländern gesichert, Österreich ist hier allerdings nicht dabei.

Berthold Thoma, Österreich-Chef des Mobilfunkers "3", hält das iPhone zwar für "überholt" und im Vergleich zu den in Europa mittlerweile gängigen Standards der dritten Mobilfunkgeneration für "veraltet". Sehr wohl bestehe aber Interesse am Apple-Handy, wenn eine UMTS-fähige Version auf den Markt kommen würde. Man dürfe aber nicht vergessen, dass der europäische Mobilfunkmarkt dem amerikanischen schon sehr weit voraus sei.

Zehn-Millionen-Marke angepeilt
Die Änderung der Geschäftspolitik sei ein Schritt in Richtung des Ziels, insgesamt zehn Millionen iPhones bis Jahresende zu verkaufen, erklärte Apple-Unternehmenssprecher Alan Hely. Ob die neuen Partner Apple ebenfalls am Umsatz beteiligen müssen oder sich die neuen Verträge nur auf die Nachfolgemodelle des iPhones beziehen, wollte Hely nicht kommentieren: "Wir haben individuelle Vereinbarungen und Verträge, zu denen wir nichts sagen."

Sehr wohl gebe es aber Länder, in denen mit dem jeweiligen Mobilfunker eine Exklusivvereinbarung geschlossen worden ist, in anderen hingegen nicht. T-Mobile Austria dürfte keinen solchen Vertrag haben. Das Unternehmen erklärte: "Über bestehende Verträge reden wir nicht. Was Apple mit anderen Mobilfunkern tut, wissen wir nicht und kommentieren wir nicht." T-Mobile Austria hatte Mitte März den Verkauf des iPhones in Österreich gestartet.

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