Do, 23. November 2017

„Starker Tobak“

13.05.2008 14:23

Kritik an „Tatort“-Szene mit totem Baby

Der deutsche Fernsehsender ARD hat mit einer "Tatort"-Szene Kritik auf sich gezogen. In der am Montagabend gesendeten Folge "Der frühe Abschied", die zeitgleich auch auf ORF 2 zu sehen war (im Bild eine Szene aus der Folge), wurde ein totes Baby kurz vor der Obduktion in der Gerichtsmedizin gezeigt. Diese Szene kritisierte der Medien-Experte Jo Groebel in der "Bild"-Zeitung als "starken Tobak", der vor allem Kindern stark in Erinnerung bleibe: "Es scheint, als habe man den Film so aufpeppen wollen."

Der verantwortliche Fernsehdirektor des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp, sagte, über die Szene sei bei der Abnahme des Films lange diskutiert worden. Angesichts realer Fälle von Kindesmisshandlung und toten Babys in Tiefkühltruhen sei es aber wichtig, die Härte der Realität darzustellen.

Abstimmung in der Infobox: Soll eine solche
Szene im Fernsehen gezeigt werden dürfen?

Außerdem, so Krupp, habe es kaum Beschwerden von Zuschauern gegeben - im Gegensatz zum "Tatort" aus Wien, der am Sonntag vor einer Woche ausgestrahlt wurde. Da habe es Aufregung gegeben, weil der Dialekt teilweise nicht verstanden worden sei.

In Österreich verfolgten am Montagabend 564.000 Menschen den "Tatort" rund um den Baby-Tod auf ORF 2.

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