Fr, 20. Oktober 2017

Fatales Nichtwissen

10.05.2008 10:16

Nur jeder 4. kennt Zeckenrisiko

Nur jeder vierte Oberösterreicher kennt das Krankheitsrisiko durch Zeckenbisse - obwohl 20 Prozent schon einmal gebissen worden sind. Weil sich die Zecken weiter ausbreiten nimmt die Gefahr sogar noch zu, warnt Dr. Wilhelm Sedlak aus Linz als Impfexperte der Ärztekammer.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird also noch immer gefährlich unterschätzt, so das Ergebnis einer Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Linz. Grund könnte die bundesweite Drosselung schwerster Krankheitsfälle von jährlich 800 bis 1200 auf jetzt 70 bis 80 seit Einführung der Impfung vor 30 Jahren sein. „Doch durch die Klimaverschiebung finden die Zecken immer bessere Lebensbedingungen vor, vermehren sich weiter und damit auch die FSME-Überträger“, weiß Sedlak.

Als Impfintervalle empfiehlt der Experte fünf Jahre, ab 60 Jahren sollte alle drei Jahre aufgefrischt werden. „Denn bei älteren Menschen wird die Antikörper-Entwicklung schwächer“, so der Mediziner.

Weil der Antikörper-Status aber generell sehr unterschiedlich ist, können nach einer Blutuntersuchung im Labor ganz individuelle Impfpausen festgesetzt werden. Sedlak: „Über zehn Jahre würde ich aber in keinem Fall hinausgehen.“

 

Foto: AP

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