Sa, 18. November 2017

Bestätigt

04.05.2008 20:26

EU-Förderung für AKW-Lobby lässt sich kündigen

Einem Ausstieg aus dem „Euratom“-Vertrag, durch den Österreich die europäische AKW-Lobby mit jährlich 40 Millionen Euro fördern muss, steht nichts im Wege: Das hat Völkerrechts-Professor Michael Geistlinger den oberösterreichischen „Euratom“-Gegnern bestätigt, die eine Ausstiegs-Volksabstimmung fordern.

Initiiert von „atomstopp oö“ (siehe Interview), verlangen 17 Initiativen, wie „Greenpeace“ und „Global 2000“, den „Euratom“-Ausstieg, für den Landesrat Rudi Anschober auch die Länderpolitiker gewinnen will. Oberösterreich, die Steiermark, Vorarlberg und Salzburg haben bereits derartige Landtagsbeschlüsse.

Einwänden, dass „Euratom“ für alle EU-Mitglieder bindend sei, widerspricht der Salzburger Uni-Professor Michael Geistlinger: „Es ist ein unabhängiger Vertrag, der jederzeit gekündigt werden kann.“

Von Temelín-Kampf zum EU-weiten Atomausstieg
Gegen Temelín zu sein, ist allein zu wenig, meint „atomstopp“-Aktivist Roland Egger und will die Anti-AKW-Gruppen gegen „Euratom“ vereinen.
Ist der EU-Atomvertrag für Bürgerinitiativen nicht ein zu fernes Thema?
Bürger-Engagement beginnt mit lokaler Betroffenheit, endet dort aber nicht. Das AKW-Problem muss großräumig gelöst werden.
Europaweiter Ausstieg?
Das ist unser Ziel. Der Ausstieg aus „Euratom“ ist ein wichtiger Schritt dazu: Das AKW-freie Österreich soll nicht mitzahlen müssen, damit anderswo AKW gebaut werden.

Foto: Rubra

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden